Drei einfache Maßnahmen für dein Empfehlungsmarketing mit Social Media

Könntest du mehr Kunden haben, wenn du Social Media als Werkzeug für das Empfehlungsmarketing nutzen würdest?

 

Oh nein, nicht noch ein Artikel darüber, wie wichtig Soziale Netzwerke für das Marketing und die Markenbildung sind! Nicht noch eine Infografik, die anzeigt, wie viele Minuten ein User sich auf Facebook tummelt und wie oft pro Minute etwas gepostet, geliked oder geteilt wird. Und bitte auch kein Beitrag dazu, warum man auf Facebook, Twitter, Instagram & Co. sein sollte. Keine Sorge, liebe Leser, darum geht es heute nicht!

 

Heute gibt es dafür ein paar konkrete Tipps – drei einfache Maßnahmen, wie ihr Social Media als Maßnahme für euer Empfehlungsmarketing nutzen könnt.

Vom Fluch und Segen: Was machen deine Kunden auf sozialen Netzwerken?

Menschen sind heutzutage nicht mehr auf Printmagazine oder Fernseherwerbung angewiesen, um sich über Produkte, Dienstleistungen oder allgemein über Firmen zu informieren. Die Bedeutung der mittlerweile herkömmlichen Medien hat abgenommen. Genauso, wie der Fernseher damals das Radio oder die Zeitung verdrängt hat, ist es nun das Internet mit den sozialen Netzwerken, das einen immer höheren Stellenwert bekommt.

 

Dabei ist anzumerken, dass bisher nie ein Medium komplett verdrängt wurde. Die Nutzungsgewohnheiten haben sich lediglich geändert – schließlich lesen einige von uns immer noch Zeitung, sehen fern oder hören Radio. Doch die Teilhabe an eben diesen Medien schrumpft, dafür wächst die Nutzung im Bereich der Online-Medien. Die Möglichkeit der direkten Interaktion mit dem Fan, dem Nutzer und dem potenziellen Käufer sind enorm!

 

Die sozialen Netzwerke dienen als eine Art globaler digitaler Lautsprecher für Meinungen, Tipps und Empfehlungen. Es ist tief in die Psyche des Menschen eingebettet: das Bedürfnis, zu kommunizieren. Der Mensch hat den Drang, seine Meinung kundzutun und Meinungen auszutauschen – Informationen auszutauschen. Diese grundlegende Charakteristik und allgemein die Fähigkeit zur Kommunikation ist gewissermaßen ein Ur-Instinkt.

 

In den Zeiten von Säbelzahntiger & Co. war es z.B. überlebensnotwendig, zu wissen, dass jemand vom Nachbarstamm von einem Raubtier angegriffen wurde und dass das an dieser und jener Stelle passierte. Die Schlitztrommel wurde vom berittenen Boten abgelöst, dieser vom Ausrufer und der wiederum vom Morsetelegrafen, von Zeitung und Television. Und nun hat ein neues Medium die Art und Weise verändert, wie wir Nachrichten kommunizieren, und ist in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit gerückt.

 

Gibt es an dieser Entwicklung nur Gutes?

 

Hm… ja und nein!

 

Der Segen für das Marketing liegt eindeutig in folgenden Vorteilen:

• effizientere Neukundengewinnung durch Empfehlung

• schnelles und kostengünstiges Erreichen der Zielgruppe

• kostengünstiger Aufbau einer Marke

• Social Media User sind von Haus aus aktiver und interessierter an Informationen

• schnelle Kundenfeedbacks zu den eigenen Produkten

• starke Kundenbindung durch direkten Dialog mit den Kunden

• leicht messbarer Erfolg der Social Media Strategie

 

Sicherlich gibt es noch einige Punkte mehr, aber das sind sicherlich die Top-Argumente, die für Social Media im Hinblick auf das Empfehlungsmarketing sprechen.

 

Und was ist der Fluch von Social Media für das Empfehlungsmarketing? Das ist die Möglichkeit, dass ein sogenannter Shitstorm aufkommt! Eine gehörige Portion Gegenwind, die sich, auf den ersten Blick außerhalb der eigenen Kontrolle, auf den Ruf und evtl. damit auf Weiterempfehlungen und letztlich deinen Umsatz auswirkt.

 

Viele Unternehmer haben Angst vor eben solch einem Shitstorm. Grund dazu, Social Media kategorisch abzulehnen, hat man deshalb jedoch nicht. Ein Shitstorm kann auch entstehen, wenn du nicht auf z.B. Facebook bist. Du kannst dann nicht mal proaktiv darauf reagieren, und mitunter kann die Anbahnung des Sturms eine ganze Zeit lang an deiner Aufmerksamkeit vorübergehen, während du dich gleichzeitig wunderst, dass nicht mehr so viele Anfragen über dein Kontaktformular bei dir eintrudeln.

 

Deshalb kann man es sich kaum leisten, nicht im Social Web unterwegs zu sein. O.k., du musst nicht auf zig Plattformen vertreten sein und Unternehmensseiten haben. Ein einfaches Benutzerkonto versetzt dich bereits in die Lage, entsprechend zu reagieren. Obgleich das Thema „der richtige Umgang mit einem Shitstorm“ nicht Bestandteil dieses Blogbeitrags sein soll, können die folgenden drei Hebel für ein erfolgreiches Empfehlungsmarketing mit Social Media durchaus auch dazu beitragen, ein aktuelles Stimmungsbild zu erhalten.

 

Social-Media-Nutzung ist ein Werkzeug in deiner Werkzeugbox. Und die nachfolgenden drei Hebel gehen ganz wunderbar Hand in Hand mit diesen sieben tollen Tipps, die du nutzen kannst, damit dich deine Kunden weiterempfehlen. 

 

Hebel 1: Kundenbefragung – Zufriedenheitsumfrage – Kundenstimme.Führe intensiv oder zumindest regelmäßig Befragungen durch

Im ganz gewöhnlichen Marketingalltag wird häufig unterschätzt, wie wichtig Kundenbefragungen und Zufriedenheitsumfragen sind. Zwar ist es mühselig, die Befragungen durchzuführen, jedoch alle unternehmerischen Tätigkeiten, die darauf ausgerichtet sind, Umsatz zu erwirtschaften, sind gleich viel erfolgreicher, wenn man einen Überblick darüber hat,

 

• was der Kunde überhaupt will

• warum er das will (die psychologischen Faktoren, Emotionalität)

• was er an dir/ deinem Unternehmen/ deiner Dienstleistung/ deinem Produkt toll findet

• warum er sich für dich entschieden hat und nicht für die Konkurrenz

• warum er sich jetzt dafür entschieden hat

• was ihn bisher daran gehindert hat, sich für dich zu entscheiden

• usw.

 

Vorteile

 

• Du bekommst Kundenfeedback.

• Du bekommst Ideen für neue Produkte, für Produktinnovation und Produktvariation.

• Du bekommst Ideen für ergänzende Dienstleistungen, mit denen du bei deinen (Bestands )Kunden Cross- und Upselling betreiben kannst.

• Wenn du die Umfrageergebnisse ausgewertet hast, kannst du bei den Kunden (sofern jemand seinen Namen angegeben hat) auch Kundenstimmen einsammeln. 

 

Hebel 2: Kunde promoten – Kunden in Social Media weiterempfehlen

Das zugrundeliegende Prinzip hier lautet, tue dem (potenziellen) Kunden etwas Gutes, dann kommt Gutes zurück.

 

„Aber wird es nicht den ein oder anderen Kunden geben, bei dem das nicht funktioniert? Ich promote den Kunden und bekomme dann lediglich ein Dankeschön dafür.“

 

Zugegeben, ja. Das kann passieren, kommt jedoch extrem selten vor. Außerdem hat diese Herangehensweise enorm große Vorteile – so groß, dass sie die potenziellen „Nachteile“ überwiegen.

 

1. Wenn du beispielsweise auf der Fanpage des Kunden ein Feedback gibst oder eine Rezension  seiner Produkte veröffentlichst, dann greifst du automatisch auf sein Netzwerk zu und kannst vom Windschatten des Marketings, das dein Kunde betreibt, profitieren. Wenn die Rezension interessant geschrieben ist, wirst du dadurch auf dich aufmerksam machen.

2. Du kannst eine erfolgreiche Fallstudie publizieren, in der deine Kunden erwähnt werden.

 

Diese beiden Punkte sind vor allem dann besonders genial,

wenn dein Kunde die gleiche oder eine ähnliche Zielgruppe hat bzw. ein ergänzendes Produkt anbietet, z.B. der Schuhhersteller und der Pflegemittelhersteller oder das Möbelhaus und der Innenarchitekt.

 

Hebel 3: Interaktion mit der Fangemeinde in Gruppen und Foren, um nötigenfalls ein Helfer zu sein

Dieser Hebel ist relativ zeitaufwändig, außerdem treten die Effekte Markenbewusstsein, mehr Umsatz und mehr Kunden sehr zeitverzögert ein. Ein direkter ursächlicher Zusammenhang ist schwer messbar UND es müssen in deinem Kundentrichter einige taktische Dinge sehr gut funktionieren und ineinandergreifen, damit dieser Hebel sinnvoll eingesetzt werden kann.

 

Wenn du bereit bist, deine Expertise der ganzen Fangemeinde oder einzelnen Individuen zur Verfügung zu stellen, deine einzigartigen Ansichten zu teilen, dann kann das schon zu Interessenten, neuen Fans und sogar Kunden führen. Vielleicht entwickelt sich daraus auch die Beziehung zu einem Kooperationspartner, der dir ungeahnte Türen öffnet. Beziehungen, die einem Türen öffnen (umgangssprachlich auch bekannt als Vitamin B), schaden ja bekanntlich nur dem, der sie nicht hat.

 

Es wird dir auf jeden Fall in irgendeiner Form zu Gute kommen. Deshalb müsstest du, was die Ergebnisse hier anbelangt, etwas erwartungsoffen sein. Ich habe zum Beispiel erst kürzlich in einer Facebook-Gruppe jemandem mit der Antwort auf eine seiner Fragen geholfen. Seither habe ich einen Verbündeten in meinem Team und kann seine Einschätzung und Kreativität anzapfen, wann immer ich diese brauche.

 


Über den Autor:

 

Hallo, mein Name ist Ruben Haug. Ich hoffe, ich konnte mit meinem Blogbeitrag die richtigen Impulse setzen. In meinem tagtäglichen Geschäft helfe ich kleinen und mittelständischen Unternehmen, mit den richtigen Botschaften Interessenten erfolgreich zu Kunden zu machen. Dabei steige ich tief in die Zielgruppenanalyse ein, um die Bedürfnisse, Wünsche und Ziele der Zielgruppe systematisch und gezielt ansprechen zu können. 

 

Außerdem biete ich Beratung dazu an, wie die richtigen Botschaften so verbreitet werden, dass dadurch über sämtliche Kommunikationskanäle hinweg möglichst starke Synergien entstehen. Auf meinem neuen Blog und vor allem im RH Media Consulting Club veröffentliche ich regelmäßig effektive Tipps und Tricks rund um die Themen Marketing, Kundengewinnung und effektives Kommunizieren.

 


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